Faltungen

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Differenztheorie


Unter dem Ausdruck Differenztheorie versteht das Buch Faltungen ein Angebot für eine epistemologische Basistheorie, die speziell geisteswissenschaftliches Arbeiten erläutern und erleichtern soll. Es geht von einer unhintergehbaren Ungenauigkeit aller Medien der Unterscheidung aus. Das heißt, man unterscheidet Dinge (in der Welt), ohne in diesem Prozeß zu wissen, warum man das überhaupt kann, und ohne dass diese gegebene Unterscheidung einen tatsächlichen Widerpart in der Welt haben muß.

Genauigkeit läßt sich nur unter großem Aufwand (wie ihn etwa die Wissenschaft betreibt) erzielen. Dagegen stabilisiert sich eine solche wild wirkende Welt durchaus von selbst, weil die Unterscheidungen Vorgaben für Folgeunterscheidungen liefern, sich Unterscheidungsgefüge in Semantiken ablagern etc.

Die Differenztheorie liegt nicht als ausgearbeitetes Angebot vor, sondern ist mehr ein Versprechen, das auf eine Einlösung wartet. Es gründet sich (unter anderem) auf Arbeiten von Jacques Derrida und Niklas Luhmann.